Wirtschaftsportal Russland
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24.08.2010
Sberbank mit Mehrheit an DB Development
Die russische Sberbank wird neuer Mehrheitseigner von DB Development. Sie übernimmt die 49-prozentige Beteiligung des österreichischen Baukonzerns Strabag, der das Joint Venture 2007 mit der Deutschen Bank gründete, und zusätzlich zwei Prozent von Dimitrij Garkuscha, dem Generaldirektor von DB Development. Wie die Strabag weiter mitteilte, verblieben die restlichen 49 Prozent bei der Deutschen Bank.
Das Gemeinschaftsunternehmen hatte das Ziel Infrastruktur- und Immobilienprojekte in Russland und der GUS zu realisieren, konnte diese aber bisher wegen der Wirtschaftskrise nicht finanzieren. Mit einer zweiten Bank im Boot soll sich das nun ändern. Die Transaktion habe ein Volumen von weniger als einer Million Euro und soll bis Ende 2010 angeschlossen werden, sagte eine Strabag-Sprecherin gegenüber dem Nachrichtendienst Dow Jones. Eine weitere Kooperation mit der Strabag sei von allen Seiten gewünscht. -
23.08.2010
Schutz des geistigen Eigentums nimmt zu
Markenschutz wird in Russland immer wichtiger. Zu diesem Schluss kommt der Bericht „Trademarks in Russia: Growing Opportunities, Major Challenges", den das Medien- und Dienstleistungsunternehmen Thomson Reuters Mitte August veröffentlichte. Die russischen Anmeldungen bei Warenzeichen erhöhten sich demnach von 2004 bis 2009 um 46 Prozent. Das sei der grösste Zuwachs aller großen, Warenzeichen schützenden Länder weltweit. In China und den Vereinigten Staaten sei im gleichen Zeitraum jeweils nur ein Anstieg um drei und sechs Prozent verzeichnet worden.
Insgesamt gab es 2009 in Russland 36.436 Anmeldungen von Warenzeichen, was die wachsende Bedeutung des Handelsmarkts signalisiere. Dabei stelle das kyrillische Alphabet hohe Anforderungen. Inzwischen habe sich aber im Gesetz und in der Praxis der Ausschluss der Ähnlichkeit von Warezeichen auf Grundlage einer Kombination von phonetischen, visuellen und semantischen Kriterien bewährt.
Der vollständige Bericht zum Download unter http://ip.thomsonreuters.com/RussiaTMreport/. -
20.08.2010
Russisch-chinesischer Handel weiter stark
Der Warenumsatz zwischen Russland und China könnte zum Ende des Jahres wieder das Rekordniveau von 56 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2008 erreichen, berichtet Ria Novosti unter Bezug auf Aussagen des Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Russlands, Georgi Petrow.
Die bilaterale Warenumsatz war 2009 infolge der Wirtschaftskrise auf 36 bis 37 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2010 sei er nun um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.
Seit 2008 überwiegt der russische Import die Ausfuhr nach China, stellte Petrow fest. Während China hauptsächlich Maschinen, Anlagen und wissenschaftsintensive Waren exportiere, dominierten den russischen Export die Rohstoffe. -
19.08.2010
Vom Getreideexporteur zum Importeur
Russland wird in diesem Jahr infolge der monatelangen Dürre voraussichtlich wieder Getreide importieren müssen. Das schreibt die Tageszeitung „Wedomosti“ am Donnerstag. Schätzungen zufolge könnte die Einfuhr bis zu fünf Millionen Tonnen betragen.
Das Getreide soll aus postsowjetischen Ländern, in erster Linie aus Kasachstan importiert werden. Kasachstans Agrarministerium bestätigte am Vortag seine Exportprognose für 2010-2011 in Höhe von acht Millionen Tonnen bei einer Jahresernte von 13,5 bis 14,5 Millionen Tonnen. Wie ein Ministeriumssprecher allerdings feststellte, liegt eine offizielle Anfrage Russlands vorerst nicht vor und auch Russlands Landwirtschaftsministerium bestreitet bisher jegliche Getreideimport-Pläne. -
18.08.2010
Außenhandel zieht weiter an
Der Handelsumsatz zwischen Deutschland und Russland ist im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 29,5 Prozent gestiegen – von 20,78 Milliarden auf 26,90 Milliarden Euro. In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es besonders bei den Einfuhren aus Russland große Sprünge. Sie erhöhten sich um 39,1 Prozent von 11,14 Milliarden Euro auf 15,5 Milliarden Euro. Die Exporte von Deutschland nach Russland gingen um 18,3 Prozent von 9,64 Milliarden auf 11,40 Milliarden Euro nach oben. Die hohen Zuwächse sind vor dem Hintergrund der sehr schwachen Ausgangsbasis im Krisenjahr 2009 zu beurteilen.
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