Wirtschaftsportal Russland
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06.08.2010
Fraport-Investitionen in Pulkowo genehmigt
Die Investitionen des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport AG in den St. Petersburger Flughafen Pulkowo wurden durch die russische Regierungskommission zur Kontrolle der ausländischen Investitionen genehmigt. Anfang August hat die Kommission sieben große Deals für insgesamt eine Milliarde US-Dollar gebilligt, darunter auch das St. Petersburger Infrastrukturprojekt.
Fraport ist Co-Investor innerhalb des Konsortiums Wosduschnyje Worota Sewernoj Stolizy, an dem außerdem die russische Investitionsbank VTB Kapital und die griechische Investitionsgesellschaft Kopelousos Group beteiligt sind. Die Gesellschaft plant, bis 2013 rund 1,2 Milliarden Euro in die Modernisierung des Flughafens zu investieren. Nahe des Inlandflug-Terminals Pulkowo-1 wird ein neuer Terminal gebaut, der Pulkowo-2 ersetzen soll. -
05.08.2010
Neuer Fonds soll private Investitionen erhöhen
Das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel hat einen Entwurf für einen neuen Fonds vorgelegt, der Investitionen in Russland fördern soll. Bereits auf dem Internationalen Wirtschaftsforum im Juni in St. Petersburg hatte Präsident Dmitrij Medwedjew die Einrichtung des neuen Investitionsfonds für Großprojekte angekündigt, bei dem private Investitionen durch staatliches Kapital erhöht werden sollen.
Mit einem Startkapital von 20 Milliarden Rubel (671 Millionen US-Dollar) möchte das Ministerium Infrastruktur- und Energieprojekte finanzieren und strategische Investoren anlocken. Die Investmentbank VTB Capital und die Gazprombank könnten die Hauptinvestoren des Fonds werden, schrieb die russische Tageszeitung "Wedomosti" und berief sich dabei auf Regierungsquellen. -
04.08.2010
Beschränkt Dürre den Getreideexport?
Russlands Getreideexport könnte in diesem Jahr infolge der Dürre um ein Viertel zurückgehen, befürchten russische Agrarexperten. Auf der Sibirischen Getreidekonferenz in Nowosibirsk sagte Wladimir Petritschenko, Generaldirektor des Unternehmens ProSerno, dass die Ausfuhren von zuletzt 21,4 Millionen Tonnen Getreide im vergangenen Jahr auf voraussichtlich 15,3 schlimmstenfalls sogar auf 13 Millionen Tonnen schrumpfen werden, meldet die Nachrichtenagentur Ria Nowosti.
Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Alexander Beljajew korrigierte die Ernteprognose für dieses Jahr von 90 Millionen Tonnen auf 72 bis 74 Millionen Tonnen Getreide. Trotzdem habe die Regierung vorerst nicht geplant, Einschränkungen des Exports zu beschließen, so Beljajew. Beim Export wolle Russlands Landwirtschaftsministerium „auf dem Niveau des Vorjahres bleiben“. -
03.08.2010
Erneute Steigerung bei Gas und Öl
Russland hat den Abbau fossiler Brennstoffe von Januar bis Juli wesentlich erhöht. Das Energieministerium meldet, dass 377,2 Milliarden Kubikmeter und damit 19,3 Prozent mehr Erdgas gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gewonnen wurden. Allein der größte russische Energiekonzern Gazprom förderte in dieser Zeit 18,2 Prozent mehr Erdgas – 295,9 Milliarden Kubikmeter. Der Erdgasexport aus Russland sei von Januar bis Juli sogar um 36 Prozent auf 103,604 Milliarden Kubikmeter gestiegen.
Auch die Erdölproduktion wurde im genannten Zeitraum erhöht, teilt das Energieministerium mit, um 2,8 Prozent auf 292,480 Millionen Tonnen. Der Erdölexport sei aber nur um 0,3 Prozent auf 142,7 Millionen Tonnen angewachsen. -
30.07.2010
Oettinger überzeugt vom Anstieg russischer Gaslieferungen
Der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, rechnet mittelfristig mit einer Zunahme des russischen Anteils auf dem europäischen Gasmarkt von aktuell 25 Prozent auf 30 bis 35 Prozent. In einem Interview mit der Tageszeitung Kommersant sagte Oettinger, dass die eigenständige Gasförderung der EU-Ländern in den nächsten Jahren immer mehr zurückgehen werde. Deshalb sei eine zuverlässige Infrastruktur für den Gastransport notwendig. Die Gaspipeline Nord Stream, an der bereits gebaut wird, und die geplante South-Stream-Leitung könnten zwar dem Aufbau zusätzlicher Kapazitäten dienen, der Transit über die Ukraine und Belarus werde aber seiner Ansicht nach in den kommenden Jahrzehnten weiterhin eine überaus wichtige Rolle spielen.
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